Hundeerzieherin/Verhaltensberaterin IHK

Blutegeltherapie

Herkunft und Wirkung

Der Blutegel gehört zu dem Stamm der Ringelwürmer und ist somit ein Verwandter des Regenwurms. Sie leben im Wasser, können aber auch eine Zeit außerhalb des Wassers überleben.

Es gibt über 500 verschiedene Egelarten, von denen aber für den medizinischen Gebrauch in der Regel nur drei Arten verwendet werden.

Um sich zu ernähren, beißt/saugt sich der Blutegel an seinem Wirtstier fest und beginnt dessen Blut zu saugen. Dabei kann er das sechs- bis zehnfache seines Körpergewichts aufnehmen.

Während des "Trinkvorgangs" gibt der Egel mit seinem Speichel unterschiedliche Sekrete und Substanzen in den Körper des Wirtes ab. Man vermutet zwischen 30 und 100 Substanzen, von denen aber bislang nur acht ansatzweise erforscht sind.

Diese verschiedenen Stoffe sind die Ursache für die tolle heilende Wirkung der Blutegel.

Einzeltraining
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Indikationen

Indikationen und Behandlungsgebiete der Blutegeltherapie sind u.a.

  • Entzündungen
  • Verletzungen im Bewegungsapparat
  • Abszess
  • Leckekzem/Hotspot
  • Hämatom
  • Hufrehe
  • Sommerekzem
  • Operationsnachsorge
  • Phlegmone, Mauke

Ablauf der Therapie

Die Blutegeltherapie darf aktuell nur auf Rezept durch einen Tierarzt durchgeführt werden, da es sich bei dem Blutegel um ein Humanarzneimittel handelt und diese nur durch Umwidmung durch einen Tierarzt am Tier angewendet werden dürfen. Der Tierarzt muss allerdings die Behandlung nicht selbst durchführen.

Liegt ein Rezept durch den Tierarzt vor, wird das Patiententier vor Ort fachgerecht auf die Behandlung vorbereitet und durch einen fachkundigen Therapeuten werden die Blutegel angesetzt. Manchmal kann es ein wenig dauern, bis die Egel beißen, also benötigt man für diese Termine etwas Zeit.

Haben sich die Blutegel festgebissen, kann die Saugdauer zwischen 30-120 Min liegen. Erst wenn alle Blutegel freilwillig losgelassen haben, ist die Behandlung beendet.

Aufgrund der verschiedenen Stoffe, welche der Blutegel in die Wunde gibt, kommt es zu einer (gewollten) Nachblutung, welche bis zu 24 Stunden dauern kann. Dabei kann die Wunde zur Nachsorge leicht verbunden werden, aber auch offen bleiben, wenn eine Verschmutzung ausgeschlossen werden kann.

Ob und wann eine weitere Behandlung notwendig ist, ist abhängig von der Erkrankung und ihrem Schweregrad.

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